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Angela
Vischer
1941
geboren in Mainz
lebt und arbeitet in Muenchen
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Hemdchen, 2002, Garn auf Stoff, je 18 x 23 cm
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Statt
eines Lebenslaufs
Ich
habe eine Abneigung gegen große Gesten und große Worte.
Jede Art des Pathos ist mir fremd. Fremd sind mir auch die Epochen
so genannter Hochkulturen. Weder das klassische, griechisch-roemische
Altertum noch die europaeische Hochrenaissance lassen mein Herz
hoeher schlagen. Meine Liebe gilt den dunklen Zeiten und ihren geheimnisvollen
Zeichen und Bildern, seien sie von der fruehen Menschheit in Felsen
geritzt, von einem unbekannten Steinmetz in ein romanisches Kirchenportal
gemeisselt oder von einem afrikanischen Medizinmann in ein Stueck
Holz gebrannt. Ein einfaches Lied in einer mir unbekannten Sprache,
ein Huepf- oder Ballspiel von Kindern auf der Strasse gespielt -
bei uns inzwischen nahezu unbekannt - das sind die Quellen, aus
denen ich schoepfe für mein Wohlergehen und fuer meine Kunst.
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Das
Kleine ist mir wichtiger als das Grosse. Die Weisheit des Volkes
ist mir naeher als die der Gelehrten. Ein Leben ohne Magie kann
ich mir nicht vorstellen. Das Geheimnis ist wichtiger Bestandteil
meines Lebens und meiner Kunst.
Angela Vischer, Juli 2001
www.angelavischer.de
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| Big
Macs, 2002, Garn auf Leinen, 16 x 10 cm |
12
Kaestchen, 2002, Garn auf Leinwand, 18 x 20 cm
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